Fragen zu Fahrrädern

    Kinderfahrrad-Sattelhöhe richtig einstellen

    Die Sitzhöhe ist der wichtigste Punkt, wenn Du ein Kinderfahrrad richtig einstellen möchtest. Wir erklären Dir hier, wie es geht.

    Die wichtigste Voraussetzung für eine bequeme und effektive Sitzposition: Das Kinderfahrrad muss zu Deinem Kind passen. (–> Die richtige Fahrradgröße finden) Wenn das der Fall ist, verschafft Dir der höhenverstellbare Sattel Spielraum, um die Sitzhöhe perfekt an die Bedürfnisse Deines Kindes anzupassen. Zunächst löst Du mit einem Inbusschlüssel (5 Millimeter) die Schraube an der Sattelklemme. Anschließend kannst Du den Sattel nach oben oder unten verschieben. Bitte beachte: Die Sattelstütze muss mindestens 65 Millimeter tief im Sattelrohr eingesteckt sein. Eine entsprechende Markierung findest Du auf der Sattelstütze.

     

    Kinderfahrrad-Sattel einstellen

    Woran erkennst Du die richtige Sitzhöhe? - Dein Kind sollte im Sattel sitzend mit den Vorderballen beider Füße den Boden berühren können. Bei absoluten Beginnern können es auch die kompletten Füße sein – das gibt Sicherheit. Bei kleinen Radartisten genügt es, wenn sie mit den Zehenspitzen beider Füße den Boden berühren. - Sollte Dein Kind schon etwas Rad fahren können, kann der Sattel etwas höher eingestellt werden, um die Knie zu entlasten. Dafür stellt sich Dein Kind mit dem Bike neben eine Wand, stützt sich dort mit einer Hand ab und nimmt beide Füße auf die Pedale. In tiefster Pedalstellung stellt sich das Kind mit der Ferse auf das Pedal. Das Knie sollte jetzt annähernd durchgestreckt sein. Wenn Ihr die richtige Position gefunden habt, ziehst Du die Sattelklemmung mit dem Inbusschlüssel wieder fest. Das empfohlene Anzugsmoment beträgt 5-8 Newtonmeter.

    Probleme mit der Kinderfahrrad-Sitzhöhe

    Dein Kind kommt selbst in tiefster Sattelposition nicht mit den Füßen auf den Boden? Dann ist das Rad offensichtlich zu groß und Ihr solltet der Sicherheit zuliebe auf ein kleineres Modell umsatteln. Auch in höchster Sattelposition fährt Dein Kind mit stark angewinkelten Knien? Dann wird es Zeit für ein größeres Bike. Denn diese Beinhaltung ist nicht nur sehr ineffektiv und hindert Dein Kind daran, mit Kraft in die Pedale zu treten. Sie schadet auch den Knien und dem gesamten Bewegungsapparat.

     

    Fazit: Mit einem simplen Werkzeug und wenigen Handgriffen findest Du die perfekte Sattelhöhe. Bitte kontrolliere die Sitzhöhe regelmäßig. Denn Kinder wachsen schnell.

    So findest Du die richtige Kinderfahrrad-Größe

    Ein Kinderfahrrad muss passen. Aber es gibt unterschiedliche Größenangaben. Hier erfährst Du, welche wichtig sind und wie Du die Größe bestimmst.

    Aller Anfang ist leicht – wenn das Kinderfahrrad zu Deinem Kind passt. (–> Tipps für den ersten Fahrradkauf) Nicht zuletzt muss das Bike die richtige Größe haben. Vor allem die Sitzhöhe und die Rahmenhöhe sind entscheidend. Wichtige Hinweise bekommst Du – zum Beispiel bei einer Probefahrt – schon mit bloßem Auge:

    • Dein Kind sollte, wenn es im Sattel sitzt, mit den Ballen beider Füße gleichzeitig den Boden berühren können. Wenn das trotz eines tief eingestellten Sattels nicht möglich ist, dann ist das Fahrrad zu groß.
    • Gleichzeitig sollte der kleine Radler auf beiden Füßen über dem Rahmen (also vor dem Sattel) stehen können, ohne dabei auf dem Oberrohr aufzusitzen. Auch das wäre ein Zeichen für einen zu großen bzw. hohen Rahmen.
    • Zu klein wäre ein Fahrrad, wenn Dein Kind bei voll ausgefahrenem Sattel mit zu stark angewinkelten Beinen fährt. Mehr dazu hier: –> Sattelhöhe richtig einstellen

     

    Ein zu großer Rahmen schadet

    Häufig kommt es vor, dass ein Kind zwischen zwei Fahrradgrößen liegt. Naheliegend wäre dann, das nächstgrößere Fahrrad zu kaufen, nach dem Motto: „Das Kind wächst ja noch rein“. Davon raten wir, wie alle Experten, aus drei Gründen dringend ab:

    • Ein zu großer Rahmen ist ein Sicherheitsrisiko – vor allem, wenn Dein Kind nicht schnell genug mit den Füßen auf den Boden kommt.
    • Ein zu hoher Rahmen erschwert das Auf- und Absteigen.
    • Ein Fahrradrahmen wächst nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Länge. Auf einem zu langen Rahmen sitzt Dein Kind zu gestreckt. Das ist nicht nur unbequem – es erschwert Deinem Kind auch, das Fahrrad zu beherrschen und die Straße vorausschauend im Blick zu behalten. Denn sowohl der Lenker als auch die Bremsgriffe geraten in engen Kurven außer Reichweite.

    Die Fahrradbeherrschung hängt natürlich auch vom Fahrkönnen Deines Kindes ab. Generell solltest Du aber im Zweifel lieber zu einem etwas kleineren als zu einem zu großen Fahrrad greifen. Ein eher kleines Fahrrad verleiht Deinem Kind das Gefühl von Sicherheit, und das steigert die Fahrfreude und Laune enorm.

    Was Dir die Investition in ein passendes Kinderfahrrad zusätzlich erleichtern dürfte: PUKY-Bikes haben eine sehr lange Lebensdauer und einen hohen Wiederverkaufswert. Dadurch kannst Du sie problemlos von einem Kind zum nächsten weitergeben oder für gutes Geld gebraucht verkaufen.

    Als zusätzlichen Bonus bieten wir eine übertragbare Fünf-Jahres-Garantie auf Rahmen, Gabel und Lenker an.

     

    Welche Größen gibt es bei Kinderfahrrädern?

    Was aber tun, wenn Ihr keine Probefahrt machen könnt? Oder wenn Du Deinem Augenmaß nicht traust und lieber auf Nummer sicher gehst? Dann helfen Dir objektive Werte, die richtige Fahrradgröße zu bestimmen.

    Die gängigste Größenangabe für Kinderfahrräder ist der Durchmesser der Räder (auch Laufräder genannt). Die Radgröße wird in Zoll angegeben (1 Zoll = 2,54 Zentimeter). Kinderfahrräder beginnen bei zwölf Zoll und reichen in Zweierschritten bis hinauf zu 24 Zoll. Die Zollangabe ist bei der Suche nach dem passenden Kinderfahrrad ein erster Richtwert.

    Eine weitere häufig genannte Angabe ist das Mindestalter für ein spezielles Modell. Da heißt es „Kinderfahrrad ab 3 Jahren“ oder „Alter 3+“. Nun können aber Kinder gleichen Alters unterschiedlich groß gewachsen sein. Und nicht das Geburtsdatum, sondern die Körpergröße muss zum Fahrrad passen. Deshalb solltest Du bei Kinderfahrrädern auch auf die angegebene Empfehlung zur Körpergröße achten. Wir bezeichnen sie bei jedem Modell als „Höhe“.

     

    Schritthöhe messen

    Kinder gleicher Körpergröße wiederum können unterschiedlich lange Beine haben. Die Innenbeinlänge ist letztlich der wichtigste Wert, um die passende Größe eines Kinderfahrrads ermitteln zu können. Deshalb geben wir ihn für jedes Modell gesondert an – und zwar als die empfohlene „Schritthöhe“. (–> So misst Du die Schritthöhe)

    Weil unsere Fahrräder einen höhenverstellbaren Sattel haben, umfasst die angegebene Schritthöhe für jedes Modell eine Bandbreite von rund zehn Zentimetern. Um diesen Wert kann ein Fahrrad sozusagen mit Deinem Kind mitwachsen. Danach ist der Umstieg auf ein größeres Rad ratsam – meist auch mit größeren Laufrädern.

    Fazit: Ob ein Kinderfahrrad passt, kann man mit einem fachkundigen Blick erkennen. Der wichtigste objektive Wert ist die Schritthöhe Deines Kindes. Sie muss zur jeweiligen Empfehlung des Herstellers passen.

    PUKY-Bremse einstellen leicht gemacht

    Felgenbremsen benötigen ab und an etwas Wartung. Hier erfährst Du, wie Du die Bremse perfekt einstellst – damit Dein Kind sicher unterwegs ist.

    Trommelbremsen und Rücktrittbremsen verrichten in der Regel über viele Jahre hinweg wartungsfrei und zuverlässig ihren Dienst. An Laufrädern und Kinderfahrrädern kommen aber auch Felgenbremsen zum Einsatz. (–> Die unterschiedlichen Bremsenarten) Bei diesen auch V-Brake genannten Bremsen solltest Du regelmäßig Funktion und Verschleiß überprüfen.

    Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Handgriffen kannst Du die Felgenbremse an einem PUKY-Laufrad oder PUKY-Fahrrad einstellen. Hier erfährst Du, worauf Du achten solltest.

     

    Felgenbremse einstellen: Die Griffweite

    Dein Kind erreicht den Bremsgriff nur mit nahezu gestreckten Fingern und kann deshalb nicht mit ausreichend Kraft am Bremshebel ziehen? Dann solltest Du die Weite des Bremsgriffs korrigieren. Das gilt auch im entgegengesetzten Fall, bei einer zu geringen Griffweite. Denn auch mit zu stark gekrümmten Fingern fehlt Deinem Kind die nötige Kraft. An allen PUKY-Bikes verbauen wir eine eigens konstruierte Kinder-V-Brake mit Griffweitenverstellung. Für die perfekte Einstellung drehst Du mit einem Inbusschlüssel (xx Millimeter) die Verstellschraube entweder rein oder raus. Im Idealfall schauen die Fingerspitzen Deines Kindes bei gezogenem Bremsgriff etwa senkrecht nach unten. Auf eines solltest Du in jedem Fall achten: Die Bremswirkung muss einsetzen, bevor der Bremshebel den Lenker berührt. Sonst blockiert der Lenker die Bremse. Dieses Problem kann auch im Laufe der Zeit auftreten – nämlich wenn der Druckpunkt zum Lenker gewandert ist.

     

    Felgenbremse einstellen: Der Druckpunkt

    Je mehr sich die Bremsbeläge abnutzen, desto weiter wandert der Druckpunkt des Griffs zum Lenker hin. Hier lässt sich aber ganz leicht nachjustieren. Und zwar mit der Rändelschraube am Bremsgriff. Drehe sie so weit heraus, bis der Druckpunkt wieder passt. Dann fixierst Du die Schraube in ihrer Position, indem Du die Kontermutter bis zum Anschlag gegen den Griff drehst. Reicht die Rändelschraube zum Nachjustieren nicht aus, muss der Kabelzug kürzer gefasst werden. Dazu öffnest Du mit einem Inbusschlüssel (5 Millimeter) die Schraube am Arm der Felgenbremse, ziehst den Kabelzug straffer und drehst die Schraube wieder zu. Achte darauf, dass dabei die Rändelschraube nahezu am Bremsgriff anliegt. So bekommst Du wieder Spielraum für kleinere Nachjustierungen. Ob die Bremse korrekt eingestellt ist, kannst Du ganz einfach an den Belägen erkennen. Sie sollten jeweils ca. 1,5 Millimeter von der Felge entfernt sein. Ist der Abstand unterschiedlich groß? Oder schleift ein Belag? Dann kannst Du im nächsten Schritt die Abstände angleichen.

     

    Felgenbremse einstellen: Die Bremsarme

    Die Felgenbremse schleift auf einer Seite an der Felge? Oder die Arme der V-Bremse bewegen sich nicht synchron? Da hilft die kleine Schraube seitlich an den Bremsarmen. Mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher kannst Du dort die Federspannung erhöhen bzw. reduzieren. So ziehst Du den schleifenden Belag von der Felge weg bzw. sorgst für eine gleichmäßige Bewegung der Arme. Ist das nicht der Fall, sinkt die Bremskraft und die Beläge beider Seiten verschleißen unterschiedlich stark. Bitte betätige nach dem Verstellen der Schraube mehrmals den Bremshebel. So verteilt sich die Spannung der Bremsarme gleichmäßig auf beide Seiten und Deine Einstellung wird wirksam. Im Idealfall sind die Federn auf beiden Seiten übrigens so locker wie möglich eingestellt. Dadurch verringerst Du die Zugkraft, die Dein Kind am Lenkergriff aufbringen muss. „Viel hilft viel“ gilt hier nicht.

    Felgenbremse einstellen: Die Beläge

    Nach einem Wechsel der Bremsbeläge ist es wichtig, die Beläge korrekt einzustellen. (–> Alles zur Pflege von Kinderfahrrädern) Außerdem kann es vorkommen, dass sich ein Belag verdreht und zum Beispiel am Reifen scheuert. Zum Austauschen oder Einstellen öffnest Du die Befestigungsmutter des Bremsbelags mit einem Inbusschlüssel (5 Millimeter). Beim Ausrichten der Bremsbeläge gilt: Sie sollten beim Kontakt mit der Felge ca. 1 Millimeter unter deren Oberkante stehen, damit sie den Reifen nicht berühren. Gleichzeitig sollten sie nicht über die Felgenunterkante hinausstehen. Ziehe also den Bremsgriff, richte den Belag entsprechend auf der Felge aus und ziehe die Befestigungsmutter wieder fest. Dazu braucht es etwas Kraft (empfohlenes Drehmoment 5–8 Newtonmeter). Wenn Du beim Festdrehen den Bremsbelag festhältst, verhinderst Du, dass er sich mitdreht.

    Fazit: Eine Felgenbremse am Laufrad oder Kinderfahrrad hat viele Vorteile, wie etwa das geringe Gewicht. Mit etwas Wartungsaufwand stellst Du sicher, dass sie immer optimal funktioniert. Und eine PUKY-Bremse einstellen – das ist eigentlich kinderleicht.

    Fahrradfahren lernen: So geht es kinderleicht

    Das erste Fahrrad steht bereit. Nun soll Dein Kind Fahrradfahren lernen. Mit diesen sieben Tipps gelingt es Euch beiden kinderleicht.

     

    1. Helm aufsetzen

    Schon auf dem Laufrad sollten Kinder einen Helm tragen. Das erhöht nicht nur die Sicherheit. Die kleinen Piloten sind den Kopfschutz dann später bereits gewohnt, wenn sie aufs Fahrrad umsteigen. Sollte das bei Deinem Kind noch nicht der Fall sein: Jetzt ist definitiv der Zeitpunkt gekommen, es mit einem Fahrradhelm zu behüten.

    Zwar besteht in Deutschland auch für Kinder auf dem Fahrrad keine gesetzliche Helmpflicht. Alle Experten raten aber dringend dazu, dass Kinder ab der ersten Fahrt einen Helm tragen. Und wichtig: Der Helm muss richtig eingestellt sein. Keinesfalls darf er zu locker sitzen.

     

    1. Feste Kleidung und Schuhe

    Zusätzliche Sicherheitsausrüstung wie Knie- und Ellenbogenschoner sind nicht nötig. Sie schüchtern das Kind eher ein, weil sie das Fahrradfahren als arg gefährlich erscheinen lassen. Außerdem benötigt Dein Kind Bewegungsfreiheit an den Knien und Ellbogen.

    Allerdings sollte das Kind bei den ersten Fahrten eine lange Hose und ein langes Shirt tragen. Das verhindert Schürfwunden bei möglichen Stürzen – die auf den ersten Fahrten immer wieder vorkommen können. Die Schuhe sollten zum einen geschlossen, zum zweiten hart im Nehmen sein. Denn es ist gut möglich, dass Dein Kind zu Beginn mit den Füßen bremst, so wie es das vom Laufrad gewohnt ist. Feste Schuhe verhindern außerdem Verletzungen, sollte Dein Kind mal vom Pedal abrutschen.

     

    1. Das erste Fahrrad muss passen

    Schon beim Kauf des ersten Fahrrads solltest Du insbesondere auf die richtige Größe geachtet haben. (–> Die richtige Fahrradgröße) Nun gilt es, das Fahrrad richtig einzustellen und zu checken:

    • Der Sattel sollte so hoch eingestellt sein, dass Dein Kind im Stand mit beiden Fußballen den Boden berühren kann. (–> So stellst Du die Sattelhöhe ein) Für die ersten Fahrversuche kannst Du den Sattel auch ein paar Zentimeter tiefer stellen. Das vermittelt dem Kind mehr Sicherheit. Auf Dauer kann ein zu tiefer Sattel aber zu Knieproblemen führen.
    • Der Lenker sollte so positioniert sein, dass Dein Kind aufrecht sitzt.
    • Bitte nicht die Pedale demontieren, damit Dein Kind zunächst das Dahinrollen üben kann. Diese Fähigkeit sollte es bereits vom Laufrad mitbringen. Nun geht es gerade darum, das Treten und den damit komplexeren Bewegungsablauf zu erlernen.
    • Ein Bremsencheck vor der ersten Fahrt gehört dazu. (–> Bremsen einstellen) Auch Dein Kind sollte sich vor dem Losfahren mit der Funktionsweise der Bremsen vertraut machen. Aber bedenke: Trotz aller Theorie werden die ersten Bremsversuche vermutlich mit den Füßen absolviert. Richtiges Bremsen erlernt Dein Kind erst mit der Zeit.
    • Die Klingel funktioniert auch? Dann kann’s losgehen …

     

    1. Besser kein Fahrrad mit Stützrädern

    Bitte verzichtet auf Stützräder. Das Gleichgewicht auf zwei Rädern sollte Dein Kind bereits auf dem Laufrad oder Roller gelernt haben. Stützräder sind sogar kontraproduktiv. Denn sie behindern die wichtigste Bewegung fürs Balancehalten: Dass sich Dein Kind leicht in die Kurve legt, um unmittelbar gegenzusteuern. (–> Braucht mein Kind Stützräder?)

     

    1. Terrain zum Fahrradfahren lernen

    Ein autofreier Supermarktparkplatz, eine Freifläche hinterm Haus oder breite Asphaltwege im Park sind die optimalen Lernorte fürs Fahrradfahren. Auf einer Rasenfläche würde Dein Kind zwar weich fallen. Allerdings erfordert die Wiese zu viel Kraftaufwand und Fahrtechnik für die ersten Fahrversuche. Auch Schotter- und Kieswege sind kein optimales Terrain, weil die Reifen schneller wegrutschen können und auch hier der Kraftaufwand größer ausfällt. Auf belebte Spazierwege oder Bürgersteige solltest du mit Deinem Kind erst fahren, wenn es Hindernissen zuverlässig ausweichen und sicher bremsen kann. Außerdem sollte es bei der ersten Fahrt möglichst trocken sein.

     

    1. Individuell Fahrradfahren lernen

    Welche Anschubhilfe kannst Du Deinem Kind bei den ersten Fahrversuchen geben? Das hängt auch ein bisschen vom Kind ab:

     

    • Manche Kinder mögen es überhaupt nicht, andere sind einverstanden damit, wenn Mama oder Papa sie leicht am Rücken anschieben. Jedenfalls solltest Du nach dem Loslassen noch ein Stück weit mit dem Kind mitlaufen. Sonst könnte es einen Schreck bekommen, dass es so plötzlich ganz auf sich allein gestellt ist.
    • Gleiches gilt für den sogenannten „Karnickelgriff“. Dabei hältst Du Dein Kind leicht am Jackenkragen und stabilisierst es dadurch (natürlich ohne es zu würgen). Hat Dein Kind etwas Schwung aufgenommen, löst Du den Griff allmählich und läufst zur Sicherheit noch etwas mit.
    • Keinesfalls solltest Du an den Lenker des Kinderfahrrads greifen. Ein Kind muss es selbst in der Hand haben, wohin das Fahrrad steuert und wie es sich bewegt.
    • Klappt das Anfahren von selbst, kannst Du Dein Kind auf Dich zufahren lassen. So gewöhnst Du es daran, den Blick nach vorne zu richten. Kinder schauen nämlich zu Beginn meist auf ihre Füße, um die ungewohnte Tretbewegung zu kontrollieren.

     

    Fazit: Ein passendes Kinderfahrrad, die richtige Umgebung sowie motivierende, aber geduldige Fahrlehrer – das sind die besten Voraussetzungen dafür, dass Dein Kind zügig lernt, Fahrrad zu fahren. Stürze passieren. Aber sie sind auch schnell wieder vergessen, sobald Dein Kind die große Freiheit des Fahrradfahrens spürt.

    Ist ein Kinderfahrrad mit Schaltung sinnvoll?

    Es gibt Kinderfahrräder ohne Schaltung, aber auch solche mit Kettenschaltung und Nabenschaltung. Hier erfährst Du, was für Dein Kind sinnvoll ist.

     

    Wer kennt es nicht: Ein Kind flitzt auf einem Fahrrad vorbei und erinnert mit seinen rasend schnellen Tretbewegungen an eine Nähmaschine. Jetzt wäre es wohl Zeit für eine Gangschaltung. Aber warum gibt es Kinderfahrräder mit Gangschaltung und ohne?

    Eine Gangschaltung am Fahrrad dient im Prinzip dazu, die Tretbewegung an die Geschwindigkeit und das Gelände anzupassen. Ziel ist ein gleichmäßiges und effektives Treten bei unterschiedlichen äußeren Bedingungen. Klingt sehr theoretisch, nicht wahr? Wahrscheinlich zu theoretisch, um von einem kleinen Kind verstanden zu werden.

     

    Keine Schaltung für Spielfahrräder

    Zum besseren Verständnis unterscheiden wir zwei Arten von Kinderfahrrädern: Spielfahrräder und Straßenfahrräder. Erstere sind für Kinder bis etwa sechs Jahre gedacht. Und es gibt eine Reihe von Gründen, warum Spielfahrräder in der Regel keine Gangschaltung haben:

    • Um eine Schaltung sinnvoll zu betätigen, benötigt Dein Kind ein Grundverständnis der Funktionsweise – siehe die Theorie von eben. Das kann man von einem Dreijährigen aber nicht erwarten.
    • Spielfahrräder sollen in erster Linie leicht, robust und unkompliziert sein. Eine Gangschaltung würde das Spielrad nicht nur schwerer und empfindlicher, sondern vor allem auch komplexer machen. Kinder im Spielradalter sollen sich aber ganz auf die Grundlagen des Fahrradfahrens konzentrieren können: treten, balancieren, lenken, bremsen. Eine Gangschaltung würde sie überfordern. Selbst Erwachsene müssen ja häufig nachsehen, in welchem Gang sie gerade fahren.
    • Eine Gangschaltung benötigt ein gewisses Maß an Feinmotorik, das bei Kindern im Spielradalter selten schon vorhanden ist.
    • Nicht zu vergessen: Viele Schaltgriffe sind zu groß für Kleinkinderhände.

     

    Wann ein Kinderfahrrad mit Gangschaltung?

    Mit dem Eintritt in die Schule wechseln viele Kinder von einem Spielrad auf ein verkehrssicheres Straßenfahrrad. (–> Was ein Fahrrad verkehrssicher macht) Es hat eine Beleuchtung, einen Gepäckträger – und meist auch eine Gangschaltung. Denn mit fünf oder sechs Jahren bringen die meisten Kinder die Voraussetzungen mit, die ein Fahrrad mit Schaltung verlangt. Dazu zählen insbesondere das sichere Lenken und Bremsen. Dieses Fahrkönnen ist die Bedingung dafür, dass Dein Kind zusätzlich Aufmerksamkeit auf eine Schaltung richten kann.

     

    Auch Kinder-Mountainbikes wie aus unserer Eightshot-Serie verfügen über eine Gangschaltung. In hügeligem Gelände ist es besonders wichtig, die Tretbewegung an das laufend wechselnde Terrain anzupassen. Auch das gelingt Kindern meist erst ab fünf Jahren.

     

    Aber natürlich entwickelt sich jedes Kind in seinem individuellen Tempo. Bei der Frage, ob Gangschaltung oder nicht, solltest Du also auch auf Dein Bauchgefühl als Mutter oder Vater vertrauen. Und natürlich die Meinung Deines Kindes mit einbeziehen. Wenn es unbedingt eine Gangschaltung möchte, hat es meist auch die nötige Motivation, die Bedienung zu erlernen. Fühlt es sich schon bei den Gedanken an drei Gänge unwohl, dann lass Deinem Kind noch etwas Zeit – oder lass es zum Ausprobieren auf dem Mehrgang-Rad eines anderen Kindes Probe fahren.

     

    Wie viele Gänge haben Kinderfahrrad-Schaltungen?

    Die von uns verbauten Shimano-Nabenschaltungen bieten zwischen drei und sieben Gängen. Eine Dreigang-Schaltung stellt den idealen Einstieg in das Thema Gangschaltung dar und reicht in flachen Regionen aus. Mit einer Siebenfach-Schaltung ist Dein Kind dank der größeren Bandbreite an Gängen auch in hügeligem Gelände gut unterwegs.

     

    Weiterer Vorteil von zahlreicheren Gängen: die feinere Abstufung. Dein Kind findet also immer einen passenden Gang, ohne zu schwer oder zu leicht zu treten. Das trifft auch auf unsere Shimano-Kettenschaltungen zu. Sie haben an Kinderfahrrädern sieben oder acht Gänge. So erlernen Kinder auch ein intuitives Schalten. Allerdings: Viele Gänge sind schwieriger zu bedienen als wenige. An Kinderfahrrädern macht bei einer Kettenschaltung nur ein Kettenblatt an der Kurbel Sinn. Schaltungen mit zwei oder drei Kettenblättern bieten zwar ein höheres Gangspektrum, aber auch einige Gangüberschneidungen. Das könnte Dein Kind überfordern.

     

    Die ideale Anzahl der Gänge hängt also von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen die Vorlieben und Vorkenntnisse Deines Kindes ebenso wie topografische Gegebenheiten des Einsatzbereichs.

     

    Welche Gangschaltung fürs Kinderfahrrad?

    Ob Nabenschaltung oder Kettenschaltung, ist eine Abwägungsfrage. Denn beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile.

     

    Vorteile und Nachteile einer Nabenschaltung:

    • Nabenschaltungen sind dank ihrer geschlossenen Bauweise weitgehend wartungsfrei.
    • Eine Nabenschaltung bietet sanfte Gangwechsel und lässt sich sogar im Stand schalten.
    • Eine Nabenschaltung ist schwerer als eine Kettenschaltung und schlägt auf das Gesamtgewicht des Kinderfahrrads.
    • Wartung und Reparatur müssen meist von qualifiziertem Personal vorgenommen werden.

     

    Vorteile und Nachteile einer Kettenschaltung:

    • Viele Kinder mögen das sportliche Aussehen einer Kettenschaltung und die knackigen Gangwechsel.
    • Wenn mal etwas kaputt geht, lässt sich eine Kettenschaltung in den allermeisten Fällen auch ohne großes Fachwissen reparieren.
    • Eine Kettenschaltung ist aufgrund ihrer exponierten Position am Rad anfälliger für Defekte wie etwa ein verbogenes Schaltauge.
    • Eine Kettenschaltung muss exakt eingestellt sein und benötigt einen gewissen Aufwand für Reinigung und Pflege. (–> Die richtige Fahrradpflege)

     

    Fazit: Ein Kinderfahrrad mit Gangschaltung empfiehlt sich erst, wenn Dein Kind fahrtechnische Voraussetzungen wie das sichere Bremsen beherrscht. Kinder unter fünf Jahren sind mit der Komplexität einer Schaltung oft überfordert. Die ideale Anzahl der Gänge und die Art der Schaltung bleiben individuell.

    Kinderfahrrad-Sicherheit: die wichtigsten Regeln

    Das Thema Sicherheit geht beim Kinderfahrrad über Verkehrssicherheit hinaus. Hier erfährst Du, welche Normen es gibt und was im Straßenverkehr gilt.

     

    Muss ein Kinderfahrrad verkehrssicher sein? Kommt drauf an. Rechtlich gesehen gibt es nämlich zwei Arten von Fahrrädern, die im Kindesalter gefahren werden. Wir nennen sie hier zur einfachen Unterscheidung Spielfahrräder und Kinderstraßenräder.

     

    Spielfahrräder zum Lernen

    Die meisten Kinderfahrräder mit einer Laufradgröße von bis zu 18 Zoll gelten rechtlich als Spielzeug. Genau wie Dreiräder, Laufräder oder Tretroller dürfen solche Spielfahrräder nicht auf der Fahrbahn fahren. Sie gehören im öffentlichen Raum auf den Gehweg.

     

    Spielräder werden meist von Kindern bis etwa acht Jahren gefahren. Das entspricht den Vorschriften der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Sie sieht vor:

    • Bis zum Alter von acht Jahren muss Dein Kind auf dem Gehweg Fahrrad fahren. Das gilt im Übrigen auch in Fahrradstraßen. Ist jedoch ein baulich von der Fahrbahn abgetrennter Radweg vorhanden, dürfen ihn auch Kinder unter acht Jahren benutzen.
    • Zwischen neun und zehn Jahren darf Dein Kind wahlweise auf der Straße, auf dem Radweg oder auf dem Gehweg fahren.
    • Ab einem Alter von zehn Jahren müssen Kinder mit dem Fahrrad die Straße oder einen Radweg benutzen.

     

    Spielräder dienen in erster Linie dazu, dass Dein Kind das Fahrradfahren lernt und sich in einem geschützten Raum mit Spaß fortbewegt. Der komplexe und gefahrvolle Straßenverkehr würde Kinder in diesem Alter überfordern.

     

    Spielfahrrad ist nicht gleich Fahrrad

    Weil Spielfahrräder nicht für die Straße gedacht sind, gilt für sie auch nicht die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Das bedeutet: Spielräder benötigen keine Beleuchtung und andere Sicherheits-Features, die für „echte“ Fahrräder vorgeschrieben sind.

     

    Selbstverständlich müssen aber auch Spielräder gewisse Sicherheitsstandards erfüllen. Diese sind in der Spielzeugnorm DIN EN 71 definiert. Beispielsweise müssen Spielräder über einen geschlossenen Kettenschutz verfügen. Er soll verhindern, dass Kleinkinder sich die Finger im Antrieb einklemmen oder mit dem Hosenbein am Zahnrad hängenbleiben.

     

    Verkehrssicheres Kinderfahrrad

    Ab einer Laufradgröße von etwa 20 Zoll sprechen wir bei PUKY von Straßenfahrrädern. Sie sind für Kinder im Grundschulalter gedacht. Denn in der Schule lernen die Kinder zum Beispiel in der Verkehrserziehung durch die Verkehrswacht die Teilnahme am Straßenverkehr.

     

    Straßenfahrräder benötigen eine StVZO-konforme Ausstattung. Dazu gehören:

    • Zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen
    • Eine durch Dynamo, Batterie oder Akku betriebene Beleuchtung, mit weißem Vorderlicht und rotem Rücklicht
    • Ein weißer Rückstrahler nach vorne, ein roter Rückstrahler nach hinten
    • Je zwei Speichenreflektoren pro Laufrad oder Reifen mit reflektierendem Seitenstreifen
    • Reflektoren an den Pedalen jeweils nach vorne und hinten
    • Eine Klingel (keine Hupe!)

     

    Sicherheits-Norm für Kinderfahrräder

    So wie die Norm DIN EN 71 für sicheres Spielzeug sorgt, so gelten auch für Kinderfahrräder besondere Vorschriften. Diese Anforderungen sind in der internationalen Norm DIN EN ISO 8098 festgelegt. Unter den Begriff Kinderfahrrad fallen dabei Räder mit einer Sattelhöhe zwischen 435 und 635 Millimeter, die nicht für sogenannte Trickfahrten bestimmt sind.

     

    Im Gegensatz zur Norm für Erwachsenen-Fahrräder (DIN EN ISO 4210) sind einige Anforderungen an die spezifischen Bedürfnisse von Kindern angepasst. So berücksichtigen beispielsweise die Bremstests die geringere Fingerkraft von Kindern.

     

    Über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus sind es oft Details, die für zusätzliche Sicherheit bei Kinderfahrrädern sorgen. So montieren wir bei unseren Spielfahrrädern spezielle Sicherheitsgriffe. (–> Ratgeber erstes Kinderfahrrad) Und die Sicherheit im Straßenverkehr lässt sich zum Beispiel durch einen weit sichtbaren Wimpel erhöhen. (–> Alles über Zubehör)

     

    Fazit: Bis zu einem Alter von etwa sechs Jahren ist Dein Kind mit einem Spielfahrrad am besten unterwegs – natürlich nicht im Straßenverkehr. Größere Kinder benötigen dann ein Straßenfahrrad mit entsprechender Ausstattung. Und, auch wenn es keine gesetzliche Helmpflicht gibt: Das Ding sollte auf den Kopf!

    Kinderfahrrad-Bremse: Mehr als eine Glaubensfrage

    Viele Eltern fragen sich: Welche ist die beste Bremse fürs Kinderfahrrad? Rücktritt oder Handbremse? Erfahre die Vor- und Nachteile beider Systeme.

    Zwei unabhängige Bremsen für Vorder- und Hinterrad sind Pflicht am Straßenfahrrad. Bei klassischen Kinderfahrrädern müssen Eltern sich in erster Linie zwischen zwei Arten von Hinterradbremsen entscheiden:

    • Rücktrittbremse
    • Felgenbremse mit Freilauf

    Beide Systeme haben spezifische Vor- und Nachteile. Die Frage, ob Rücktritt oder Freilauf, ist also nicht nur eine Glaubensfrage.

    Unsere Übersicht der Vor- und Nachteile soll Dir helfen, beim Kauf eines Kinderfahrrads die richtige Entscheidung zu treffen. Letztlich sollte aber auch Dein Kind mitentscheiden. Denn die Bremse ist eines der sicherheitsrelevantesten Bauteile. Wenn Dein Kind sie beherrscht und sich damit sicher fühlt, ist das die halbe Miete für unbeschwerten Fahrspaß.

     

    Kinderfahrrad mit Rücktritt – die Vorteile

    + Mit den Füßen zu bremsen, ist für viele Kinder zunächst intuitiver als mit den Händen. Denn so sind sie es von Rutschfahrzeugen oder auch vom Laufrad gewohnt. Andererseits haben Laufräder für etwas größere Kinder oft auch schon eine Handbremse, die am Hinterrad wirkt. Dadurch können Kinder bereits mit dieser Bremstechnik vertraut werden, wenden sie aber eher selten an.

    + Der Rücktritt in die Pedale erfordert wenig Kraft – und Kinderbeine sind kräftiger als ihre Finger. Bei optimaler Pedalstellung verlangt eine Bremsung mittels Rücktritt zumindest gefühlt weniger Muskelkraft als mit einer Felgenbremse.

    + Mit einer Rücktrittbremse müssen Kinder beim Abbiegen keine Hand von der Bremse nehmen.

    + Eine Rücktrittbremse erfordert, verglichen mit einer Felgenbremse, weniger Wartungsaufwand und Pflege. (–> Die richtige Pflege fürs Kinderfahrrad) Auch kann sich eine Rücktrittbremse nicht verstellen.

     

    Kinderfahrrad mit Rücktritt – die Nachteile

    - Auch das Bremsen mit dem Rücktritt hat seine Tücken, denn Dein Kind muss ausreichend Kraft auf die Pedale bringen.

    - Die Kurbel lässt sich im Stand nicht rückwärts drehen. Das erschwert das Wiederaufsteigen und das Losfahren. Viele Kinder haben beim Losfahren gerne ein Pedal oben stehen, um sich mit Schwung abzustoßen. Dein Kind kann also bei einem Fahrrad mit Rücktritt nicht in jeder Situation unverzüglich losfahren, sondern muss erst mal die Pedale in die richtige Position bringen und unter Umständen ein kleines Stück vorwärts treten, bis die Kurbel in Anfahrposition ist.

    - Eine Nabe mit eingebauter Rücktrittbremse ist erheblich schwerer als eine Freilaufnabe. Das schlägt sich spürbar auf das Gesamtgewicht eines Kinderfahrrads nieder.

    - An Jugend- und Erwachsenenrädern kommen kaum mehr Rücktrittsbremsen zum Einsatz. Früher oder später muss Dein Kind sich also ohnehin mit Handbremsen anfreunden.

     

    Kinderfahrrad mit Freilauf – die Vorteile

    + Bei einem Kinderfahrrad mit Freilauf und Felgenbremse kann Dein Kind durch Rückwärtstreten die Pedale in jede gewünschte Position bringen – sogar im Stand. Das erleichtert insbesondere das Anfahren enorm.

    + Kinderräder haben am Vorderrad ohnehin meist eine Felgenbremse. Wenn beide Räder nach demselben System gebremst werden, erleichtert das Kindern – zumindest ab einem gewissen Fahrkönnen – ein dosiertes Bremsen mit beiden Rädern. Damit wiederum bereiten sie sich auf technischeres Fahrradfahren wie etwa auf einem coolen Mountainbike vor.

    + Spezielle Bremshebel für Kinderfahrräder erleichtern den Umgang und reduzieren den nötigen Kraftaufwand. Bei PUKY verbauen wir an allen Kinderfahrrädern unsere eigens konstruierte und normgerechte Kinder-V-Brake – die erste auf dem Markt. Sie ist speziell auf Kinderhände ausgelegt. Und ihre Bissigkeit wurde entschärft.

    + Weitere Vorteile einer Felgenbremse: das geringe Gewicht und der fließende Umstieg auf sportlichere Kinderräder oder Jugendräder. Denn das sind in der Regel Fahrräder ohne Rücktritt.

     

    Kinderfahrrad mit Freilauf – die Nachteile

    - Eine Felgenbremse verlangt mehr Wartung und Pflege als eine Rücktrittbremse. Allerdings haben die meisten Kinderfahrräder am Vorderrad bereits eine Felgenbremse. Deshalb sollten sich Eltern ohnehin mit Themen wie Bremsbelagwechsel und Feineinstellung vertraut machen – beides ist keine Raketenwissenschaft. (–> Bremsen richtig einstellen)

    - Ein Kinderfahrrad ohne Rücktritt erfordert von Deinem Kind unter Umständen eine gewisse Umstellung. Besonders dann, wenn es vom Laufrad oder von einem Einsteigerfahrrad das Bremsen mit den Füßen gewohnt ist. Früher oder später schafft es aber jedes Kind, zu bremsen wie die Großen. Eltern sollten hier geduldig sein und im Zweifel den Wunsch des Kindes respektieren.

     

    Fazit: Kinderfahrräder mit Rücktritt eignen sich am ehesten für den Umstieg vom Laufrad aufs Fahrrad. Deshalb bieten wir unsere Zwölf-Zoll-Modelle für Kinder ab drei Jahren mit Rücktrittbremse an. Bei den etwas größeren Fahrrädern für Kinder ab vier Jahren hast Du die Wahl zwischen beiden Bremsvarianten. Ab den 20-Zoll-Modellen für Kinder ab sechs Jahren kommen nur noch Felgenbremsen zum Einsatz. Denn im Schulalter empfinden die meisten Kinder ein Fahrrad mit Rücktritt eher als hinderlich. Bei unseren Mountainbikes sind auch teilweise Scheibenbremsen im Einsatz.

    Stützräder am Kinderfahrrad? Besser nicht

    Ein Fahrrad mit Stützrädern – so lernten Kinder früher das Fahrradfahren. Heute ist man davon abgekommen. Und das hat drei einfache Gründe.

    Heutige Eltern haben oft selbst noch das Fahrradfahren mit Stützrädern gelernt. Da liegt es nahe zu denken: „So mache ich es auch mit meinem Kind.“ Aber bevor Du jetzt Stützräder montieren möchtest: Erfahre hier die Gegenargumente der Experten.

     

    Grund #1: Stützräder vermindern das Balancegefühl

    Das Fahrradfahren ist im Prinzip ein ständiges Ausbalancieren: Auf zwei Rädern kippt man unweigerlich zu einer Seite. Darauf reagieren wir mit einem leichten Lenkeinschlag und einer Gewichtsverlagerung zum Kurveninneren, damit die Fliehkraft uns wieder aufrichtet. Bei geübten Fahrradfahrern ist dieses ständige Austarieren kaum mehr zu erkennen – höchstens noch an den leichten S-Kurven der Reifenspuren.

    Es liegt also in der Natur des Fahrradfahrens, sich immer wieder leicht in eine Kurve zu legen. Stützräder verhindern aber die Kurvenlage bzw. blockieren sie auf unnatürliche Weise. Und so würde sich Dein Kind auf einem Fahrrad mit Stützrädern eine gegenläufige Bewegung aneignen: Es lässt sich eher ins Kurvenäußere fallen.

    Hat ein Kind diesen Bewegungsablauf verinnerlicht, wird es umso schwieriger, das echte Fahrradfahren zu lernen. Denn es tut gewohnheitsmäßig genau das Falsche. Umso größer der Frust, wenn sich ein Kind die Stützräder abgewöhnen soll. Denn es dachte ja, es könne schon Fahrrad fahren – und fängt nun quasi wieder bei null an.

     

    Grund #2: Die Generation Laufrad

    Früher kannten Kinder vor dem Fahrradfahren nur ein Fahrzeug: den Roller. Der leistet auch heute noch gute Dienste, wenn es um Geschicklichkeit und Gleichgewicht geht. (–> Scooterfahren lernen) Heutige Kinder sind aber in der Regel schon ab zwei Jahren mit einem Fahrzeug unterwegs, das die ideale Vorstufe zum Fahrrad darstellt: mit einem Laufrad.

    Auf dem Laufrad lernt Dein Kind bestens das Ausbalancieren und Dahinrollen mit einem einspurigen Fahrzeug. Deshalb fällt den meisten Laufradkindern der Umstieg aufs Fahrrad auch nicht schwer. Setzt man ein Laufradkind dagegen auf ein Fahrrad mit Stützrädern, ist das eher ein Rückschritt. Und das Treten in Pedale können Kleinkinder ebenfalls schon lernen: auf einem Dreirad.

    Stützräder mögen für die Eltern und Großeltern in ihrer Kindheit noch eine Berechtigung gehabt haben. Für die heutige Generation Laufrad sind sie überflüssig.

    Warum wir von PUKY dann selbst Stützräder als Zubehör verkaufen? Weil es Kinder gibt, die keine Gelegenheit hatten, mit anderen Fahrzeugen ans Fahrrad heranzuwachsen. Für sie empfehlen wir Stützräder, aber nur für die allerersten Fahrversuche.

     

    Grund #3: Stützräder können zu Sturzrädern werden

    Hauptargument für ein Fahrrad mit Stützrädern ist die vermeintlich höhere Sicherheit. Das Gegenteil kann aber der Fall sein und Stützräder können zum Sicherheitsrisiko werden. Zum Beispiel, wenn Dein Kind nah an einer Bordsteinkante vorbeifährt. Dann hängt das eine Stützrad in der Luft. Und wenn Dein Kind das Gewicht auf die betroffene Seite verlagert, kippt es unvermittelt um.

     

    Fazit: Es ist verständlich, wenn Eltern ihren Kindern das Fahrradfahren so beibringen möchten, wie sie es selbst gelernt haben – nämlich mit Stützrädern. Heutige Kinder sind aber durch Laufrad & Co. so geschult, dass ihnen Stützräder nicht helfen. Im Gegenteil, sie schaden meist eher.

    Kinderfahrrad-Zubehör: Diese sieben Sachen kommen mit

    An einem guten Kinderfahrrad ist alles Nötige dran. Doch cleveres Zubehör erhöht bei Kindern den Spaß am Fahrradfahren zusätzlich. Hier unsere Tipps.

     

    Wie das Fahrrad selbst, so ist auch die Wahl des Zubehörs abhängig vom Alter und vom Fahrkönnen eines jeden Kindes. Eine Dreijährige wird ein Fahrradschloss weitgehend ignorieren – zum Aufpassen aufs erste Fahrrad gibt es schließlich Mama und Papa. Ein Zehnjähriger wiederum wird einem Fahrradkorb einen Korb geben – uncool.

    Vertraue ruhig auf Dein Bauchgefühl, welches Zubehör das Fahrradleben Deines Kindes bereichern würde. Davon ausgenommen ist sicherheitsrelevantes Zubehör, allen voran der Fahrradhelm.

     

    Unverzichtbar: Kinder-Fahrradhelm

    Zwar gibt es in Deutschland keine Helmpflicht für Fahrradfahrer, auch nicht für Kinder. Dennoch ist der Kopfschutz für die Kleinen ein Muss. Denn ein Helm kann bei einem Sturz schwere Kopfverletzungen oder noch Schlimmeres verhindern. Es gibt kaum mehr Eltern, die ihre Kleinen ohne Helm durch die Welt flitzen lassen.

    Was die Sache für verantwortungsvolle Eltern vereinfacht: Die meisten Kinder tragen, einmal daran gewöhnt, gerne Helm. Denn der Tragekomfort und die Belüftung sind in den vergangenen Jahren immer besser geworden. Innen hui, außen auch: Dank der verspielten Designs sind Fahrradhelme für Kinder zu einem Modeartikel geworden wie das T-Shirt oder der Schulranzen.

    Tipp für den Urlaub: In einigen Nachbarländern wie Österreich oder Frankreich gibt es eine Helmpflicht für Kinder. Informiere Dich deshalb vor Urlaubsbeginn über die rechtlichen Regelungen in Deinem Urlaubsland.

    Kostenpunkt: ab ca. 20 Euro

     

    Laut und sicher: Kinderfahrrad-Klingel

    Eine Klingel gehört per Gesetz an jedes Fahrrad, das auf der Straße gefahren wird. (–> Die wichtigsten Kinderfahrrad-Regeln) Aber auch bei Fahrrädern für Kinder im Vorschulalter sorgt eine Klingel für zusätzliche Sicherheit – und für Extra-Spaß, denn welches Kind verschafft sich nicht gerne Gehör?

    Fahrradklingeln mit einem Drehring sind für kleine Kinderhände besonders leicht zu bedienen. Die größeren kommen auch mit dem klassischen Bedienhebel klar. Wichtig in jedem Fall: Eine Fahrradklingel fürs Kinderrad sollte keine scharfen Kanten und Ecken haben, an denen sich Dein Kind verletzen kann. In unserem PUKY-Store findest Du Sicherheitsglocken für jedes Kinderfahrrad.

    Kostenpunkt: ab ca. 5 Euro

     

    Aber sicher: Kinderfahrrad-Beleuchtung

    Seit 2013 müssen Fahrräder per Gesetz keine Dynamo-betriebene Beleuchtung mehr haben, auch nicht Kinderfahrräder. Im Straßenverkehr genügt nun auch ein Licht, das mittels Batterien oder Akkus mit Strom versorgt wird. Die meisten Experten empfehlen aber weiterhin eine Dynamobeleuchtung.

    Denn: Kinder vergessen die Batterielampen gerne mal. Und gerade kleinere Kinder haben den Ladestand nicht immer im Blick. Und so geschieht es allzu oft, dass Kinder plötzlich ohne Beleuchtung dastehen. Das ist nicht nur in der Dunkelheit gefährlich, sondern auch an trüben und regnerischen Tagen. Deshalb empfehlen wir für alle Kinderfahrräder, die hauptsächlich im Straßenverkehr genutzt werden, eine fest installierte Dynamobeleuchtung.

    Batterielampen sind jedoch ein sinnvolles Zubehör für Kinderfahrräder, die vor allem im Gelände genutzt werden, wie etwa aus unserer Mountainbike-Reihe Eightshot.

    Kostenpunkt Batteriebeleuchtung-Set: ab ca. 15 Euro

     

    Mehr Sichtbarkeit: Kinderfahrrad-Fahne

    Wir bei PUKY nennen die Fahrradfahne „Sicherheitswimpel“. Denn Wimpel für Kinderfahrräder sehen nicht nur cool aus und wackeln beim Fahrradfahren witzig hin und her, sie erhöhen vor allem die Sichtbarkeit Deines Kindes.

    Denn während radelnde Kinder aufgrund ihrer geringen Körpergröße zum Beispiel neben parkenden Autos optisch regelrecht untergehen, ist der Wimpel über das Autodach hinweg gut zu sehen. So wird die Kinderfahrrad-Fahne zum lebensrettenden Hingucker. Und Dein Kind hat seinen Spaß daran.

    Kostenpunkt: ab ca. 12 Euro

     

    Für lange Freude: Kinderfahrrad-Schloss

    Groß ist der Kummer, wenn das geliebte Fahrrad plötzlich vom Kinderspielplatz oder vom Schulhof verschwunden ist. Deshalb sollten sich Kinder möglichst früh mit dem Anschließen des Kinderfahrrads anfreunden. Spezielle Kinderfahrrad-Schlösser sorgen nicht nur für lange Freude am Rad. Sie kommen auch in bunten Farben und mit kindgerechten Schließmechanismen.

    Kostenpunkt: ab ca. 30 Euro

     

    Einfach praktisch: Kinderfahrrad-Korb

    Mal fährt der Teddy darin mit, mal dient er als Sammellager für Steine oder Kastanien. Vor allem kleine Kinder lieben den Korb am Lenker ihres Kinderfahrrads oder Laufrads. Denn mit seinem einfachen Rein und Raus ist er definitiv die praktischste Lösung für Gepäcktransport. Außerdem haben kleine Radler ihre Schätze so immer im Blick.

    Kostenpunkt: ab ca. 15 Euro

     

    Umstritten: Kinderfahrrad-Ständer

    Am Kinderfahrrad-Ständer scheiden sich die Geister. Was dagegen spricht: Gerade Kinderfahrräder sind leicht wegzutragen. Deshalb sollten sie nicht nur ab-, sondern an einen festen Gegenstand angeschlossen werden. Ein Fahrradständer verleitet Dein Kind dazu, das abgestellte Fahrrad nur abzuschließen.

    Dennoch empfehlen wir spätestens für Kinderstraßenräder (–> Die zwei Arten von Kinderfahrrädern) einen stabilen Seitenständer. Denn während Spielfahrräder auch mal im Garten herumliegen können, müssen Kinderstraßenräder an der Schule oder beim Schwimmbad ordentlich abgestellt werden. Außerdem erzieht ein Fahrradständer Dein Kind dazu, achtsam mit seinem Fahrrad umzugehen.

    PUKY-Straßenfahrräder werden serienmäßig mit Seitenständer geliefert. Als Zubehör bieten wir zusätzlich Ständer für Laufräder wie auch für Kinderfahrräder unterschiedlicher Größe.

    Kostenpunkt: ab ca. 7 Euro

     

    Fazit: Die wichtigste Ausstattung sollte ein Kinderfahrrad serienmäßig mitbringen. Cleveres Zubehör erhöht für Dein Kind den Spaß am Fahrradfahren – und sorgt dabei für noch mehr Sicherheit.

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